Schule im Schloss Unterschüpf Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum - Förderschwerpunkt Sprache
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Sprachtherapieimmanenter Unterricht

 

Wesentliches und grundlegendes Prinzip des Unterrichts an der Sprachheilschule ist die Sprachtherapieimmanenz: Unterrichtsinhalte und Unterrichtsthemen werden so ausgewählt und aufgearbeitet, dass sie den individuellen sprachlichen Bedürfnissen unserer Schüler entsprechen.

Auch bei der Wahl der Unterrichtsmethoden stehen Kommunikationsorientierung und therapeutische Intentionen im Mittelpunkt.

 

In Unterrichtsgesprächen wird beständig angestrebt, die Schüler und Schülerinnen in ihrer semantischen Entwicklung voranzubringen. Durch eine intensive Wortschatzarbeit sollen die Kinder die Möglichkeit erhalten, ihr individuelles sprachliches Lexikon zu erweitern und zu festigen.

 

Die Lehrersprache ist geprägt durch klare, prägnante Satzstrukturen, die dem sprachlichen Niveau der Kinder angepasst wird. Dadurch wird bei den Schülern Sprachverständnis und sprachliches Lernen gefördert.

Durch Techniken des Modellierens (im Sinne eines korrektiven Feedbacks) ist es auch im Unterricht möglich, therapeutisch auf die individuelle sprachliche Entwicklung der Kinder einzuwirken. Konkret werden dabei unvollkommene (fehlerhafte) Äußerungen der Kinder unmittelbar nach der Bildung in Form einer Frage, Bestätigung oder einer Zusammenfassung des Gesagten in korrekter Form wiederholt.

 

Ein weiterer Schwerpunkt des Unterrichts ist das Verbalisieren von Vorgängen und Sachverhalten. Zum einen geschieht dies durch die Lehrer, die (Handlungs)Abläufe verbalisieren. Durch dieses handlungsbegleitende Sprechen werden Inhalte verdeutlicht, gleichzeitig aber auch sprachliche Strukturen vermittelt und sprachliches Lernen gefördert.

Sprachliches Lernen geschieht natürlich auch dann, wenn Schüler eigene Inhalte vorstellen und verbalisieren. Dies wird ihnen beispielsweise in Gruppenarbeiten, Buchvorstellungen oder der Präsentation von Arbeiten ermöglicht.

 

(Einzelsprach-)Therapie und Unterricht sind methodisch und didaktisch eng aufeinander abgestimmt. So werden Unterrichtsinhalte in der Sprachtherapie weiter ausgeführt, aber auch therapeutische Inhalte (u.a. grammatische oder phonematische Strukturen) stehen immer wieder im Mittelpunkt des Unterrichts.

Der Einsatz des phonembestimmten Manualsystems PMS (=lautunterstützende Gebärden) der Sprachheilschulen im Schriftspracherwerb und der Artikulationstherapie ist ein weiteres verbindendes Element.

 

Rhythmisch-musikalische Elemente, Reime und Fingerspiele sind fester Bestandteil des Unterrichts besonders in den ersten und zweiten Klassen. Auch die auditive und visuelle Wahrnehmung wird hier besonders intensiv gefördert.



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